Sommertour 2018 Tag 3 und 4

Ergänzend zu Tag 2 möchte ich unbedingt Hanne aus Norddeutschland erwähnen. Sie war noch ein gutes Stück älter als ich, sehr stark angagiert in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – auch nach Beendigung ihrer Berufstätigkeit – weit gereist in der ganzen Welt und mit Auto plus Fahrad unterwegs. Wir trafen uns im Rock-Hostel und hatten herrliche Gespräche, bei denen wir viel Gemeinsames feststellten.

Heute ist also schon Donnerstag. Um 9:30 Uhr mache ich mich auf den Weg. Bad Schandau, Ostrauer Mühle, Lichtenhainer Wasserfall, Neuer Wildenstein (Kuhstall), Hinterhermsdorf sind die Stationen dieses Tages.

Es ist ein sehr angenehmes Radeln entlang der Elbe.

Später dann im wunderschönen Kirnitzschtal spenden die Bäume der Alleen willkommenen Schatten. Touristen werden hier mit Bus

und Bahn

zu den Hotspots gekarrt. Bei den Lichtenhainer Wasserfällen wird alle halbe Stunde für 1 Minute ein Wehr geöffnet, damit der Wasserfall nach was aussieht.

Danach wird das Tal enger, bleibt aber sehr angenehm zu fahren. Die Auffahrt zum Kuhstall wird allerdings ziemlich strapaziös, ist der Weg doch geschottert und stellenweise echt steil.

Aber die Mühe hat sich allemal gelohnt.

Nach diesem kleinen Abstecher geht’s in ruhigem Tempo weiter nach Hinterhermsdorf,

wo ich auf dem Campingplatz Thorwaldblick mein Lager aufschlage.

Heute, Freitag, den 8. Juni 2018, erkunde ich ein wenig die Gegend um den Ort. Leider ist der Weifbergturm wegen maroder Stufen nicht zugänglich, schade eigentlich. Zunächst ärgere ich mich darüber, dass man im Ort keinen Hinweis darauf angebracht hatte. Im Nachhinein war es dann doch auch besser so, hätte ich sonst den Weg gar nicht auf mich genommen und hätte viel verpasst – es gibt ja nicht nur die Hotspots. Am Wegesrand entdeckt man auch sehenswerte Dinge, die nicht im Wegweiser für Touristen stehen.

Zwar hätte der Blick vom Turm

eine noch bessere Übersicht geboten, aber auch so kann man weit ins Land schauen.

Auffallend finde ich auch den Schwefel,

der aus den Felsen

ausgewaschen wird. Hinterhermsdorf selbst ist ein kleines Dorf, das eingebettet in einer Senke liegt.

Im Ort selbst fallen die sogenannten Umgebindehäuser auf.

Dieser besondere Haustyp verbindet Blockbau-, Fachwerk- und Massivbauweise miteinander und ist heute hauptsächlich in Niederschlesien, Oberlausitz, Nordböhmen und im Elbsandsteingebirge verbreitet. Aber nicht nur alte Häuser kann man entdecken.

Abends war ich dann mit Laura, Jonas und Hündin Lotte

die ich auf dem Campingplatz kennengelernt hatte, im Dorfgasthaus lecker Forelle essen.

Nach einer letzten Nacht in Sachsen breche ich am nächsten Morgen Richtung Tschechien auf.

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