Über mich

Ich heiße Hanjo, bin Jahrgang 1956, gebürtiger Sauerländer, wohne seit über 30 Jahren in Bielefeld und beginne erst jetzt im Alter von fast 60 Jahren damit, mehrtägige/mehrwöchige Touren mit Rad und Gepäck zu planen und umzusetzen. Aber bekanntlich ist es ja nie zu spät, neue Wege auf dem Pfad des Lebens zu entdecken und zu gehen.

Fahrradkarriere_001_(Weihnachten-1958)_crop_borderSchon früh fand ich Gefallen am Fahrradfahren. Erste Versuche startete ich im zarten Alter von 2½ Jahren, nachdem ich Weihnachten 1958 mein erstes Fahrrad bekommen hatte.

 

 

 

 

Fahrradkarriere_002_(Sommer 1959)_crop_borderNachdem ich eine gewisse Fahrsicherheit erlangt hatte, versuchte ich alsbald die holde Weiblichkeit zu beeindrucken.

 

 

 

 

In den folgenden Jahren war das Fahrrad fast immer mein Begleiter auf dem Weg zu Freunden, zur Schule, zum Sportverein, zur Eisdiele oder wohin auch immer. Aber mit dem Führerschein und später dem Besitz des eigenen Autos trat das einst geliebte Verkehrsmittel immer mehr in den Hintergrund. In meinen 30er und 40er Jahren wurde das Fahrrad durchaus zu gelegentlichen (Familien-) Ausflügen am Wochenende genutzt, es entwickelte sich aber nie eine wirkliche Leidenschaft für diese Art der Fortbewegung. Durch mehrere einschneidende Veränderungen sowohl meiner beruflichen als auch privaten Situation war ich dann mehr oder weniger gezwungen, aufs Fahrrad als Transportmittel zurückzugreifen. Seit nunmehr über 10 Jahren erledige ich fast alles mit Rad. Die täglichen 10km zur Arbeit (einfacher Weg) waren anfangs besonders bei schlechtem Wetter recht gewöhnungsbedürftig. Heute gehört das einfach zu meinem Leben wie das tägliche Brot, Wind und Wetter sind mir inzwischen egal (dafür gibt es geeignete Kleidung) und seit 3 Jahren fahre ich auch in den Wintermonaten mit dem Rad zum Job, es sei denn, Hagelschauer oder Eisglätte scheinen mir zu gefährlich. Das kommt aber bestenfalls 5 – 10 Mal im Jahr vor. Ich habe in dieser Zeit förmlich zurückgefunden zu einer entschleunigten Art, sich fortzubewegen. Habe dabei Stadt und Land aus neuer Perspektive kennen und schätzen gelernt. Wege sind nicht mehr ausschließlich das Überwinden einer Strecke, um von A nach B zu kommen, sondern können ein eigenständiges Erlebnis sein. Man fährt nicht wie in einem Auto quasi wie in einem Tunnel durch die Natur, sondern man ist in selbiger: man riecht, man schmeckt, man spürt die Geschwindigkeit aber auch die Unebenheiten des Weges und hat obendrein auch die Zeit, Gesehenes wirklich wahrzunehmen. Das genieße ich inzwischen sehr und möchte es nicht mehr missen.

Auf diese Weise infiziert entschloss ich mich im Jahre 2014, das Radeln als Hobby auszuweiten, mehrtägige und auch mehrwöchige Touren zu machen und mir dafür ein neues Rad zuzulegen – aber welches? Von Anfang an stand nur eines fest: es bekommt eine Rohloff Getriebenabe. Was am Ende der Überlegungen daraus geworden ist, stelle ich euch demnächst an geeigneter Stelle genauer vor.